Einen Tag vor Totensonntag.
Als hätte sich dieses Datum ganz bewusst seinen Platz gesucht.
Es gibt Abende, die lassen sich beschreiben. Und es gibt Abende, die entziehen sich jeder Sprache. Dieses Abschlusskonzert im Capitol Hannover gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Ich weiß bis heute nicht, ob ich es wirklich schon verarbeitet habe – oder ob mein Kopf einfach noch nicht hinterherkommt. Ich weiß, dass es passiert ist. Ich sehe die Fotos. Und trotzdem begreife ich nicht, dass dies wirklich das letzte Konzert dieser wunder-, wunder-, wundervollen Band war.
Der Tag selbst war bereits emotional aufgeladen. Vor dem Konzert gab es noch ein Fantreffen, bei dem die Fans beim Soundcheck dabei sein durften. Viele standen da mit glänzenden Augen, leise, bewegt, fast ehrfürchtig. Als würde man gemeinsam etwas festhalten wollen, das einem gerade durch die Finger gleitet.
Das Konzert selbst war ein grandioses Finale. Würdevoll, intensiv, voller Liebe. Und voller Abschied – ohne Pathos, aber mit dieser ehrlichen Schwere, die man nicht spielen kann.
Ein Moment hat sich mir besonders eingebrannt: Beim letzten Song stand ich neben Andi am Schlagzeug. Ich wusste in diesem Augenblick ganz genau, dass es das letzte Mal ist, dass ich dort stehe, während er dieses Lied spielt. Dieser Gedanke kam nicht langsam – er traf mich mit voller Wucht. Die Tränen waren plötzlich da. Wie bei so vielen an diesem Abend.
Unvergesslich bleibt auch der Moment, als wir alle gemeinsam auf der Bühne standen, während „Wir sind allein“ gespielt wurde. Crew, Band, Familie. Ein Augenblick voller Nähe, Zusammenhalt und leiser Dankbarkeit. Einer dieser seltenen Momente, die man nicht plant – sie passieren einfach.
Ich bin unendlich dankbar, dass ich Teil dieser letzten Reise sein durfte. Für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde. Für die Freiheit, kreativ zu arbeiten, mich auszuprobieren, ohne Vorgaben, ohne Grenzen. Dass daraus am Ende sogar ein Fotobuch entstanden ist, das inzwischen in vielen glücklichen Händen liegt, ist etwas, das ich kaum in Worte fassen kann.
Diese Galerie ist mein Versuch, festzuhalten, was eigentlich nicht festzuhalten ist.
Wenn ihr in diesen Bildern Trost findet – oder Erinnerung, oder einfach ein stilles Lächeln – dann haben sie genau das getan, was sie sollten.







































































































